Kalina Morcuende

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Verträumte Landschaften und düstere Momentaufnahmen
Kalina Morcuende zelebriert den Minimalismus. Ihre Stimme, untermalt von Klavier oder Gitarre, bildet das Gerüst, um das sich die schwebenden Stimmungen ihrer Lieder winden. Klanglich geht es von verhalltem Fingerpicking und flüsterndem Gesang bis hin zu anklagenden Klavierakkorden. Mal verträumt und sanft, mal fordernd nimmt die Musikerin den Hörer mit auf eine Reise in ihr Innerstes – auch dahin, wo es weh tut. Sie erzählt von rastlosen Herzen, die sich in eine andere Welt träumen („Cheap hearts”), von diesen seltenen vollkommenen Augenblicken, in denen sich Gedanken von allein wie Einzelteile eines Mosaiks zusammenfügen und alles plötzlich Sinn ergibt („Cecilia“) und vom Tanz mit den Abgründen der eigenen Existenz („Ungracious little thing”). Ein Lichtstrahl im Dunkeln, der dazu einlädt, die vorüberziehenden Wolken zu betrachten.